05.07.2002 16:33

STS/TPA: Offene Fragen


Travel Inside vom 5. Juli 2002

Bei den Versicherungs-Lösungen von STS und TPA ist vieles noch nicht im Lot.

Am 1. Juli ist die Entscheidungs-Frist abgelaufen, welche Hotelplan und TUI Suisse jenen TPA-Mitgliedern gesetzt hatten, die sich einer Versicherungslösung ihrer Organisation anschliessen wollten.

Da beide TOs bis Redaktionsschluss keine schriftlichen Informationen von TPA erhalten haben, werden sie nun die ins Auge gefassten Schritte einleiten, auch wenn TPA-Präsidentin Margherita Volet die TOs demnächst aufsuchen will. Gegenüber TI wollte sich Volet weder zum Namen des italienischen Partners noch zur Höhe der Prämien äussern.

TUI Suisse hat laut Agenten-Betreuerin Marta Di Girolamo die Konsequenzen gezogen und diese Woche zwölf TPA-Agenten den Code entzogen, die die geforderte Erhöhung der Bankgarantie nicht beibringen konnten.

Werner Wäfler von Hotelplan wird die Situation nach der Rückkehr aus seinen Ferien am 8. Juli neu beurteilen. Kuoni hat die nötigen Schritte laut Christian Spring bereits im Juni eingeleitet.

Jene mittlerweile noch sieben Agenten, die keinen Versicherungsnachweis erbringen konnten, wird, falls sie die erhöhte Bankgarantie nicht beibringen, heute der Code entzogen.

Der Stiftungsrat der Swiss Travel Security (STS) hat am Mittwochnachmittag (nach Redaktionsschluss) die weiteren Schritte gegenüber den - nach TI-Schätzungen über 80 - STS-Kandidaten beschlossen, deren Dossiers für die definitive Aufnahme nicht genügten. Nach Angaben von Luc Vuilleumier sind dabei leichte (Bankgarantie statt unbegrenzt nur für ein Jahr) bis schwere Fälle (es fehlen für eine Aufnahme unabdingbare Unterlagen) zu verzeichnen, die auch unterschiedlich gehandhabt werden sollen. Gegenwärtig sind nur 123 der vorher gegen 400 STAR-Mitglieder Teilnehmer an der STS-Stiftung.

Seit Jahresbeginn hat der Garantiefonds laut Geschäftsführer Urs Herzog 75 neue Mitglieder aufgenommen, was gegenüber dem gesamten Vorjahr allein im ersten Halbjahr eine Steigerung von 375% darstellt. Noch während der vergangenen Woche hat Herzog fünf neue Beitritts-Gesuche erhalten.

Aufgrund dieser Zahlen schätzt TI, dass gegenwärtig gut 120 Büros noch ohne Kundengeldabsicherung sind.