08.02.2002 14:17

Vollgas bei Fonds und STS - was läuft bei TPA?


Travel Inside vom 8. Februar 2002

Garantiefonds und STS mit neuen Mitgliedern - TPA-Versicherung steht noch nicht.

"No news are good news" sagt das englische Sprichwort.
Im Falle der neuen Travel Professional Association (TPA, siehe TI Nr. 4 und 5/02) trifft dies jedoch nicht zu. Denn obwohl TPA-Präsidentin Marguerite Volet in Aussicht gestellt hatte, bis Ende Januar über die neue, bankgarantielose Möglichkeit der Kundengeldabsicherung zu informieren, steht sie noch mit leeren Händen da. Von TPA sind keine Angaben über die vorgesehene Versicherung und die Kosten der Mitgliedschaft erhältlich.

Beim Garantiefonds (GF) und bei der neuen Swiss Travel Security (STS) laufen die Prüfverfahren zur Aufnahme neuer Mitglieder derweilen auf Hochtouren. Gemäss Geschäftsführer Urs Herzog hat der Garantiefonds 13 bisherige STS-Mitglieder definitiv aufgenommen, während sich 15 Aufnahmegesuche noch in Bearbeitung befinden. 

Die STS hat bisher 210 Anträge auf Mitgliedschaft geprüft und 120 Reisebüros in die neue Versicherung aufgenommen, wie STAR-Präsident Luc Vuilleumier auf Anfrage bekannt gibt. Zu den 90 hängigen Dossiers habe die STS noch weitere Unterlagen einfordern müssen.

«Mich beunruhigt», erklärt der STAR-Präsident, «dass es nach wie vor etwa 200 Reisebüros ohne jegliche Kundengeldabsicherung gibt. Wenn diese nicht rasch handeln und die entsprechende Mitgliedschaft beantragen, werden sie auch nach dem 1. April ohne die gesetzlich vorgeschriebene Absicherung da stehen.» STAR habe die grossen Reiseveranstalter informiert, welche bisherigen STS-Mitglieder weder der neuen Versicherung angehörten noch ein Aufnahmeverfahren beantragt hätten.

Der Swiss Travel Association of Retailers (STAR) sind gemäss Vuilleumier in den letzten Wochen zahlreiche Kündigungen der Mitgliedschaft zugestellt worden, von denen etwa jede zehnte nach spätestens einem Monat widerrufen worden sei. «Dabei handelt es sich um STAR-Mitglieder, welche bei der Swiss Travel Security kündigen wolten», hält Vuilleumier fest. Erst einige Wochen später hätten diese dann bemerkt, dass sie damit die Vorteile der STAR-Mitgliedschaft wie höhere Kommissionen bei gewissen Veranstaltern und andere Goodies verlieren.

STAR-Mitglied Marcel Gsell fordert Vuilleumier in einem offenen Brief auf, eine ausserordentliche GV einzuberufen, «um alle Missverständnisse auszuräumen und das Vertrauen unter den Mitgliedern wieder zu gewinnen». Der STAR-Präsident meint dazu, dass nicht jedes Schreiben an STAR auch als offener Brief an die Presse gehen müsse und in den Statuten umschrieben sei, wie eine solche Versammlung einzuberufen sei.