18.06.2010 13:28

Streit um "Out-of-Sequence"-Tickets


SWISS UND STAR

Die Retailervereinigung STAR hat bereits vor rund einem Jahr in der ST (Heft 10/2009) angekündigt, dass man die Swiss-Regelung zum Thema "Out of Sequence"-Tickets testen und wenn notwendig vor Gericht einen verbindlichen Gerichtsbeschluss erwirken werde.

Der Test hat nun tatsächlich im Juli 2009 stattgefunden. Der für den 25. Mai 2010 vor dem Zivilgericht Basel-Stadt anberaumte Prozess hingegen hat Swiss unlängst platzen lassen. Wie STAR-Präsident Luc Vuilleumier auf Anfrage bestätigt, habe STAR-Vorstand Heinz Husi im Juli 2009 bewusst einen bei Swiss telefonisch gebuchten Flug Zürich-Nizza nicht angetreten, sondern ist mit einem Easyjet-Flug von Zürich nach Nizza gelangt. Dort wollte er dann mit dem als Hin- und Rückflugschein gebuchten Swiss-Ticket den Rückflug antreten - das oft angewandte "Out of Sequence"-Verfahren. Nur: Die Swiss Mitarbeiterin am Flughafen Nizza verweigerte den Rücktransport aufgrund der "Out of Sequence"-Regelung. Dafür bot sie Husi ein Hin- und Rückflugticket Nizza-Zürich-Nizza an - "auch wenn er nur den Heimflug antreten würde", wie Luc Vuilleumier berichtet. Das sei günstiger als ein One-Way-Ticket, liess die Swiss-Vertreterin in Nizza Heinz Husi wissen. Er musste für das Rückflug-Ticket zusätzliche 347 Franken berappen. Nun hat Swiss die Kosten dafür übernommen.

Wie Thomas Benz, Head of Marketing bei Swiss, auf Anfrage sagt, sei Swiss darum bemüht, beim Ticketverkauf dem Kunden gegenüber eine klare Deklaration der "Out of Sequence" -Regelung von Swiss zu vermitteln. Man sei nun daran zu prüfen, wie die entsprechende Kommunikation in allen Verkaufskanälen der Swiss verbessert werden kann. tbo