10.06.2005 08:26

STAR tagt wieder virtuell


Die Retailer-Vereinigung STAR hält während dieses Monats die Generalversammlung 2005 ab. Neue Vorstandsmitglieder sind willkommen.

Die Mitgliederzahl der Retailervereinigung STAR betrug Ende 2004 rund 375. Sie nahm in den letzten Monaten leicht, aber keineswegs dramatisch ab, wie Präsident Luc Vuilleumier bestätigt. 

Nachdem die Teilnahme an Generalversammlungen den Mitgliedern offenbar schwer fällt, wird die GV dieses Jahr wieder – wie 2003 – virtuell abgehalten. Dafür wurde im Mai die Tradition der STAR-Treffs unter dem Namen Star Point wieder aufgenommen. Diese finden jeweils am zweiten Mittwoch des Monats nach Büroschluss dezentral in den Räumlichkeiten eines Mitglieds statt und sollen vor allem dem Erfahrungsaustausch dienen.

Die Mitglieder können sich bis zum 30. Juni zu den GV-Traktanden äussern. Nach den Rücktritten der Vorstandsmitglieder Judith Jung und François Winckler wird der Vorstand die beiden frei gewordenen Sitze (neben Vuilleumier, Heinz Husi und Jean-Marc von Gunten) laut Statuten selber besetzen. Dazu Vuilleumier: «Die Suche nach Kandidaten gestaltet sich recht schwer. Wir wollen auch wenn immer möglich ein Mitglied aus der Romandie rekrutieren.» Viele valable Kandidaten hätten, so der Präsident, schlicht und einfach keine Zeit, weil ihr KMU den ganzen Einsatz erfordere. 

An Themen fehlt es der Vereinigung keineswegs. Auch wenn Vuilleumier überzeugt ist, eine geeinte Branche hätte die Null-Prozent-Lösung verhindern können, nach verlorener Schlacht gilt es nun für ihn, das Beste aus der neuen Lage zu machen. «Dazu musste zum Beispiel der STAR-Consolidator als Einziger sein Geschäftsmodell nicht verändern, da wir immer mit flat fees gearbeitet haben.» Laut Vuilleumier hat Skyways in den letzten beiden Jahren jeweils 20 Umsatzprozente zugelegt, was das Total auf rund CHF 40 Mio. gebracht habe.

Nach dem Wegfall des Hotelplan-Sammelcodes seien zahlreiche Mitglieder selber ins Tour Operating eingestiegen. Vuilleumier ergänzt: «Wenn nur 10% unseres Umsatzes so erzielt werden, dann verlieren die klassischen TOs CHF 100 Mio. Umsatz, was ihnen nicht ganz egal sein kann.» STAR Enterprises trägt sich deshalb mit dem Gedanken, diese von den Mitgliedern erarbeiteten Angebote zentral in einem Katalog zu erfassen und zu distribuieren.

Noch nicht den erwünschten Umsatzeffekt lösen die Verkäufe sämtlicher Bahnfahrkarten aus. Dadurch liesse sich laut Vuilleumier eine nicht unwichtige Kundenbindung schaffen, die – im Gegensatz zu immer noch getätigten und letztlich unbegreiflichen Buchungen von Vögele-Arrangements für Gottes Lohn – immerhin mit 5% kommissioniert würden.

Für wenig Aufsehen sorgt die Kundengeldabsicherung Swiss Travel Security (STS), die seit ihrer Neuausrichtung lediglich einen Schadenfall zu regeln hatte, der nicht durch die entsprechende Bankgarantie gedeckt war. In Zeiten zunehmender Unsicherheit werden bei problematischen Fällen allerdings Garantien von bis zu CHF 100000 verlangt, wie Vuilleumier ausführt.

Peter Kuhn