31.05.2002 15:02

STAR-GV im Zeichen von Wahlen und Terminal 1


Travel Inside vom 31. Mai 2002

Vorschau auf die Generalversammlung der Swiss Travel Association of Retailers (STAR)


Nachdem die Reisebürovereinigung STAR letztes Jahr eine virtuelle GV durchgeführt hatte, findet die diesjährige Jahresversammlung am Mittwoch, 5. Juni reell im Unique Airport Zürich statt.

«Da jedes zweite Jahr Wahlen anstehen, ist dieses Mal ein echtes Treffen notwendig», erklärt Präsident Luc Vuilleumier. Gründungsmitglied Frank Furrer wird aus dem Vorstand zurücktreten, um sich im Rahmen einer Entflechtung nur noch seiner Funktion als Präsident der STS-Stiftung zu widmen. Wegen ihrer aktiven Mitwirkung bei der Gründung der Travel Professionals Association (TPA) sind Edy Hofmann und Peter von Arx bereits aus dem Vorstand ausgeschieden. Als neue Vorstandsmitglieder sind Jean-Marc von Gunten, Rechtsanwalt, und Heinz Husi, Gründer der Sonnenberg-Reisebüros, vorgeschlagen.

Während der letzten Monate hat die Gründung der TPA bei den STAR-Mitgliedern einigen Staub aufgewirbelt. Vuilleumier ist sich bewusst, dass die vergleichsweise mühsame Erarbeitung der neuen Swiss Travel Security (STS) nicht unwesentlich zur Verunsicherung beigetragen hat. Das Beispiel der TPA zeige aber, dass der Aufbau einer neuen Versicherungslösung doch mit mehr Schwierigkeiten verbunden sei, als die Mitglieder gemeinhin annehmen.

Gemäss Vuilleumier haben bis Ende 2001 zwölf Reisebüros die STAR-Mitgliedschaft gekündigt. Rund 20 Prozent der Mitglieder haben den diesjährigen Mitgliederbeitrag noch nicht bezahlt. «So geht das aber nicht», hält der STAR-Präsident fest, «man kann sich nicht einfach davonstehlen. Wir werden die Säumigen ausnahmslos betreiben.» Eines macht Vuilleumier aber im Verhältnis zu TPA klar: «Wir haben nichts gegen Doppelmitgliedschaften und fordern unsere Mitglieder zum Beispiel auch auf, Mitglied der regionalen Reisebürovereinigungen zu werden.» Am Grundsatz, wonach die STS-Kundengeldversicherung ausschliesslich STAR-Mitgliedern offen steht, soll allerdings nicht gerüttelt werden.

Nachdem die TPA bei der Suche nach einer Kundengeld-Absicherung bisher offenbar nicht fündig geworden ist, geht Vuilleumier davon aus, dass nun einige ehemalige STS-Mitglieder wieder zur STS stossen werden. Er ist auch zur Hilfeleistung bereit, nimmt aber an, dass wegen der auch von STS geforderten Bankgarantie von 30000 Franken etliche Büros in der Grauzone der Nichtversicherten landen werden. Dies werde wohl vor allem Büros mit einem Kleinst-Tour-Operating betreffen.