31.05.2002 14:51

STAR fordert Gleichbehandlung bezüglich Einzelleistungen


Travel Inside vom 31. Mai 2002

STAR-Präsident Vuilleumier ist kürzlich bei Kuoni in Sachen Abdeckung des Delkredere-Risikos durch die STS vorstellig geworden, nachdem der Garantiefonds diesbezüglich Überlegungen anstellt. «Kuoni hielt mir vor, dessen seinerzeitiges Njet zu unserem gleichen Vorschlag hätte nichts mit Einzelleistungen, sondern mit der zu dünnen Risiko-Abdeckung der STS zu tun gehabt.»

Nach Vuilleumiers Berechnungen ist diese Argumentation nicht haltbar: «Der Garantiefonds deckt nach eigenen Angaben 90% des Pauschalreisen-Marktes ab und verfügt mittlerweile über ein Kapital von 7 Millionen Franken. Auch wenn man die 5 Millionen Rückversicherung des Garantiefonds dazurechnet, schneidet die STS durchaus im Rahmen ab. Denn wenn wir die restlichen rund 8% abdecken, verfügen wir mit dem STS-Kapital von 1 Million Franken über relativ gleich hohe Mittel wie der Garantiefonds.»

Zum Verlust der Codes, den einige STAR-Mitglieder erlitten, hält er fest: «Gegen Bezahlung von 100 Franken kann sich ein Reisebüro als TPA-Sympathisant eintragen und wird dann von den grossen TOs vorläufig ungeachtet von Bonitäts- und Rechnungsprüfungen beliefert.» Er stellt die Frage, ob dies im Sinne der Retailer sei.

Vuilleumier glaubt aufgrund von Kuoni-Aussagen weiter, dass sich der Branchenleader auch gegen den Einbezug des Delkredere-Risikos gewandt habe, weil er damit ein Druck-Instrument auf die Reisebüros verloren hätte. «In dieser Beziehung hat nur Hotelplan einen klaren Agenturvertrag. Die anderen grossen TOs decken mit der Bankgarantie beim allfälligen Konkurs eines Reisebüros nur Pauschal-Leistungen ab, nicht aber die Übernahme von Ausständen.»